Saison 2009 2010

 
Ein „kurzer“ Rückblick auf die Saison 2009 / 2010

Mit insgesamt 13 Mannschaften angetreten, von den Minis über 4 E-Jugenden, 2 männlichen C-Jugenden bis hin zu den beiden A-Jugenden, sind in 159 Spielen 5829 Tore gefallen. Das sind rund 37 Tore pro Spiel. Allerdings sind im Verhältnis mehr Bälle im Eggstoiner Kasten gelandet (2934) als beim Gegner (2895). Also (wer schnell gerechnet hat) Gesamt: minus 39 Tore.

Bei den Mädels steht ganz oben die weibliche E1, sowohl was die geschossenen Tore (318) die Tordifferenz (plus 216), sowie die Punkte (28:00) angeht. Also ungeschlagener Staffelsieger. Im Endspiel um die Kreismeisterschaft mussten sich die Mädels dann in einem super spannenden Match dem TV Jöhlingen, nicht in der regulären Spielzeit, sondern erst in der Verlängerung knapp geschlagen geben.
An dieser Stelle nochmals einen Glückwunsch an das Team, sprich Mannschaft und Betreuer.

Die treffsichersten Mannschaften bei den Jungs waren die E 1 (350 in 16 Spielen), gefolgt von der C 1 (348 in 14 Spielen) in der Badenliga und A. Jugend (342 in 11 Spielen).
Aber Staffelsieger gabs nur einen, nämlich heimlich, still und leise die männliche D-Jugend trotz des Saisonauftakts mit 2 verlorenen Spielen. Erfreulich auch die Leistung der C 2, die als (eigentlich) D-Jugend einige der körperlich überlegenen Gegner besiegte oder zumindest ankratzte.

Festzustellen bleibt noch, dass die meisten Jugendmannschaften einen Platz im Mittelfeld belegt haben und die meisten die Saison mit einem positiven Punktekonto abschlossen.
Allerdings haben unsere jüngsten Ligamannschaften (männliche und weibliche E 2) und hier vor allem die Mädels ziemlich heftiges Lehrgeld bezahlt. Aber wenn die Mädels bei 2:26 Punkt und 93:326 Tore trotzdem weitermachen, gehört auch das vermerkt.

Weiter zu den Qualifikationsrunden für die kommende Saison. Gemeldet dafür waren die männliche B sowie C1 und die weibliche C.

Und es fehlte was bei der B-Jugend. Vielleicht ein abgewanderter BHV-Kaderathlet,  vielleicht Zielwasser. Fakt ist, dass die B-Jungs schon in der Vorrunde scheiterten. Hier ist die weitere Entwicklung, sicherlich noch durch den möglichen Abgang weiterer BHV-Kaderathleten, ungewiss.

Die männliche C 1 überstand die Vorqualifikation und traf in einem Entscheidungsspiel um die Teilnahme an der Bezirksliga auf die HSG Weingarten.

 Auch die Mädels der C-Jugend überstanden die Vorrunde nicht. Allein hier galt es mal Quali-Luft zu schnuppern, zu lernen und es beim nächsten Versuch besser zu machen.

Und damit sind wir schon mitten in der Vorschau für die kommende Saison.

Von vielen sicherlich noch nicht registriert, es gibt zwei Spielgemeinschaften im weiblichen Bereich. Hier gehen die Eggstoiner A und B Mädels demnächst mit FVLerinnen als Spielgemeinschaft „SG Eggenstein/Leopoldshafen“ auf Tore und Punktejagd.

Eigentlich hätte auch eine SG bei der männlichen A-Jugend geben können. Nach kurzen aber fruchtlosen Verhandlungen mit der TG Neureut war es leider sinnvoller zwei Jugendliche ziehen zu lassen und den Rest (2) in die „Zwote“ zu über nehmen. So schnell geht’s, - kein Tormann,  2 unzuverlässig, einer mag nicht mehr und schon bricht ne Mannschaft auseinander. Schade. An dieser Stelle meinen Danke an die Trainer-Troika (die gezwungenermaßen aufhört) für die geleistete Arbeit. Präsent wird später im kleinen Rahmen nachgereicht.

Somit gehen nach derzeitigem Stand 12 Mannschaften inklusive der beiden SGs und dem neuen Team der Beschäftigungsrunde ohne die Minis in den Spielbetrieb des Handball-Kreises bzw. des BHVs.
Einige sicher noch unter dem Eindruck der letzten Saison oder der Quali. Andere Teams mit dünner Spielerdecke und mit Aushilfsspielern aus jüngeren Mannschaften. Aber ich hab mir sagen lassen, das war schon immer so, da müssen wir durch. Ambitionen sind zum Teil auch vorhanden, so lassen wir uns mal überraschen. Und alle Trainer werden sich größte Mühe geben den Kids die Feinheiten des gepflegten Handballspiels beizubringen.

Aufzuführen ist noch der (voraussichtliche) Ausbau der Kooperationen Schule – Verein.  Die Lindenschule macht weiterhin mit (Anzahl der Kids ist ausbaufähig). Auch die Grund- und Hauptschule will gerne mitmachen. Ebenso wie der Kindergarten Märchenwald. Wenn es gelingt die Kids durchgehend vom Kindergarten über die Grundschule mit Handball AGs zu versorgen, bleiben hoffentlich auch vereinsseitig Kids im engmaschigen Handballnetz hängen.

Und auch im Bereich der Schülermentoren hat sich was getan. 5 Mädels, davon 4 der weiblichen B-Jugend befinden sich derzeit in der Ausbildung zur Schülermentorin und helfen in verschiedenen Mannschaften der Handballjugend mit.

Und damit zur Situation oder auch Perspektive der Handballjugend

Trainerbereich: nach Ablauf der Saison 2009 / 2010 haben 9 Trainer ihr Engagement beendet. Hier nochmals herzlichen Dank für die geleistete Arbeit.
Inzwischen haben wir es geschafft, adäquate Trainer für die einzelnen Mannschaften zu finden. Aber es war schwierig. Und eines sag ich in aller Deutlichkeit. Ich bin in dem Fall kein Bittsteller, ich lass mich nicht mit nem Lachen abtun wie es diesmal passiert ist. Eigener Nachwuchs in die „Erschde oder Zwoide“. Soll sein, aber dazu gehören auch im Jugendbereich die entsprechenden Trainer.

Jugendleitung: es fehlt immer noch ein (dringend benötigter) Ansprechpartner für die älteren Mannschaften sprich Jugendliche.

Was hab ich mir als Jugendleiter noch auf meine Fahne geschrieben?. Was möchte ich zukünftig noch anschieben oder umsetzen? Hört die Betreuung der Kids nach dem Training auf? Hier mal einige Punkte:

- Erarbeitung eines Konzepts zur Jugendarbeit und Jugendförderung
  Könnte auch in Richtung: Hausaufgabenbetreuung, Nachhilfeunterricht, Ernährungsberatung und / oder so gehen;
- Organisation von Vereinsinternen Trainingslagern ( TGE-Halle, Sportschule)
- Trainerweiterbildungen in eigenen Halle für unsere Jugendtrainer
- Ausbau der Kooperationen Schule – Verein
- Damit einhergehend. eine FSJ-Stelle bei den TGE Handballern – meines Erachtens sinnvoll und machbar.
- Jugendschiris
- Eine soziale Aktion eines Jugendjahrgangs, der von Jahr zu Jahr vererbt wird
  Z. B. mit einer Schule für körperlich und / oder geistig behinderten Kindern
- Eine Jugendvertretung als autarker Ansprechpartner für die Kids

Und auch einige grundlegende Gedanken gibt’s da von meiner Seite auch…

Was braucht die TGE in den kommenden Jahren? Wie sind die Aussichten hinsichtlich unserer Landesligamannschaft?
Meines Erachtens kann das Ziel der TGE eigentlich nur lauten, in der Landesliga einen guten, einstelligen Tabellenplatz zu erreichen bzw. mit dem Abstieg nichts zu tun zu haben. Und als Unterbau eine Mannschaft in der Kreisliga zu halten. Wenn dann noch attraktiver Handball geboten wird ists für mich perfekt.

Sehen vielleicht nicht alle so, aber kann man ja drüber diskutieren.

Fakt ist aber, mit dem Wegfall der männlichen A-Jugend ist hier der Nachwuchs für die nächsten zwei, drei  Jahre in der TGE vergriffen. Und durch die verpasst Qualifikation der B-Jungs wird (so werden einige sagen) das Leistungsniveau sinken, da BHV-Auswahlspieler den Verein verlassen werden. Und auch in den C-Jugenden haben wohl schon Kreisauswahlspieler Wechselgedanken.

Lassen wir die A-Jugend mal außen vor. So was kann es immer mal geben. Und es hat sich irgendwie auch angedeutet. Aber was zeichnet sich da denn für eine Entwicklung ab?

Was nützten BHV-Auswahlspieler wenn sie nur bei einer gewissen Ligazugehörigkeit den Status behalten dürfen. Nach dem Motte: „Spiel Badenliga oder wenigstens Bezirksliga. Ansonsten wechsel den Verein:“

Nicht nur in meinen Augen ist die Zugehörigkeit zum BHV-Kader ein „Zuckerle“ für den Spieler. Eine Anerkennung.
Und Kreisauswahlspieler: es ist zwar die Vorstufe zum BHV-ler, aber der Weg dahin ist dann doch noch weit.

Und vielleicht, mal so als These, entspringt ja der Gedanke nach höheren Handballweihen nicht unbedingt den Köpfen der Kids. Okay, einen „besonderen“ Spieler werden wir bei den entsprechenden Angeboten renomierter, finanzstarker Vereine die in der entsprechenden Liga spielen, nicht halten können. Aber wo fangen diese „besonderen“ Spieler an?
Und ein paar weitere Fragen stell ich in den Raum, die Antworten kann sich jeder selbst geben.
Wo werden Kids für den Handball rekrutiert ? Wer hat sie aufgebaut? Wer gefördert?

Ich hab da mal recherchiert, in der abgelaufenen Saison stand in der Landesligamannschaft der TGE nicht ein Spieler mit dem Status „BHV“. Aber dafür Spieler die in der Jugend, Kreisauswahl und auch mit einem Schuss Glück - Baden- oder Bezirksliga gespielt haben. Und Bezirksligameister ist doch auch was.

Ich denke die TGE muss sich auf ihr eigenes Potential und die eigenen Kräfte konzentrieren. Also, Augenmerk richten auf das was wir haben, fördern wir die, die bei uns spielen „wollen“. Wir brauchen sicherlich Spieler mit Technik, taktischem Verständnis, Kondition, Kraft, Mut  und allem sonst das einen guten Handballer auszeichnet. Aber auch Jungs (und natürlich für die Damen – Mädels) die hierher gehören (wollen).
Die Frage stellt sich. Was können wir zukünftigen, entwicklungsfähigen Spieler-/innen bieten? Dazu muss meines Erachtens ein Konzept her, wie im Bereich der Jugend die Förderung leistungsmäßig umgesetzt werden kann.

So, fast fertig. Denn es gibt noch Personen, die von meiner Seite ein Dankeschön verdient haben.

Ein großes Dankeschön an dieser Stelle nicht nur allen Trainern und Betreuern der Handballjugend, der Abteilungsleitung für die Unterstützung, sondern auch allen Muttis und Papis (sei es als Fahrer, Kuchenbäcker, Thekenhelfer oder Trostspender) den Sponsoren und Gönnern, dem Rainer Mehret für die Hilfe bei der Jugendleitung. Und auch der Gemeindeverwaltung Eggenstein für die gute Zusammenarbeit.

Also, wenn sich nun der ein oder andere nach diesen Ausführungen für die Arbeit mit Kids und Jugendlichen begeistern könnte. Das muss nicht heißen Training, das könnte Hausaufgabenbetreuung sein, ne Handball AG in der Grund- und Hauptschule, die Mitarbeit in der Abteilungsleitung, Nachhilfeunterricht. Da könnte man vielfältige Betätigungsfelder aktivieren.